Fällt der Strom aus, kann Dein Speicher einspringen. Wie viel davon im Haus ankommt, hängt davon ab, wie er angeschlossen ist. Die Begriffe werden in der Branche nicht einheitlich benutzt. Wir erklären, was wir damit meinen.
Warum der Speicher nicht einfach weiterläuft
Im Alltag hängt Dein Speicher am öffentlichen Netz. Fällt das Netz aus, darf er nicht weiter hineinspeisen, sonst stünden Leitungen unter Spannung, an denen vielleicht gerade jemand arbeitet. Der Wechselrichter erkennt den Ausfall und trennt sich vom Netz. Welche Stromkreise im Haus dann weiterlaufen, legst Du vorher fest: nur ausgewählte oder alle.
Notstrom: ausgewählte Stromkreise, automatisch
Beim Notstrom legt die Elektrofachkraft einen eigenen Stromkreis an, der am Notstromausgang des Wechselrichters hängt. Typisch sind Kühlschrank, Heizungssteuerung, Router und ein paar Lampen. Fällt das Netz aus, schaltet das System automatisch in höchstens 10 ms um. Das ist so schnell, dass die meisten Geräte in der Regel nichts davon merken. Der Notstromausgang liefert dreiphasig je nach Modell bis zu 10 kW (HM10-H), 15 kW (HM15) oder 20 kW (HM20). Für kurze Zeit schafft er mehr, nämlich 120 % für 30 Sekunden, etwa wenn ein Gerät beim Einschalten kurz mehr zieht.
Ersatzstrom: das ganze Haus, mit Lastumschalter
Beim Ersatzstrom versorgt der Speicher alle Stromkreise im Haus. Dafür kommt ein Lastumschalter in den Zählerschrank. Fällt das Netz aus, legst Du ihn von Hand um. Das Haus ist dann vom Netz getrennt und hängt am Speicher. Alle Stromkreise laufen, solange sie zusammen nicht mehr brauchen, als der Notstromausgang liefert, also je nach Modell 10, 15 oder 20 kW. Große Verbraucher wie Durchlauferhitzer, Sauna oder Wallbox lässt Du in dieser Zeit besser nicht gleichzeitig laufen. Kommt das Netz zurück, schaltest Du wieder um.
Auf einen Blick
| Notstrom | Ersatzstrom | |
|---|---|---|
| Was weiterläuft | ausgewählte Stromkreise | das ganze Haus |
| Umschalten | automatisch, höchstens 10 ms | von Hand am Lastumschalter |
| Leistung | 10, 15 oder 20 kW je nach Modell | 10, 15 oder 20 kW für alle Stromkreise zusammen |
| Zusätzlich nötig | Notstromkreis im Zählerschrank | Lastumschalter |
Was passt zu Dir?
Sind Dir Kühlschrank, Heizung und Internet am wichtigsten, reicht der Notstromkreis: Er springt sofort an, und Du musst nichts tun. Willst Du bei einem längeren Ausfall das ganze Haus versorgen, kommt der Lastumschalter dazu. Wie lange der Strom reicht, hängt von der Speichergröße und Deinem Verbrauch ab. Alle drei Serien wachsen in Schritten von 10 kWh bis auf 90 kWh. Welche Größe zu Deinem Haus passt, berechnest Du im Stromspeicher-Konfigurator.
Wie Du den Lastumschalter bedienst und wie lange der Strom reicht, erklärt der Beitrag Lastumschalter: Strom fürs ganze Haus, wenn das Netz ausfällt
Mehr zu den Systemen: HM10-H · HM15 · HM20
Weitere Fragen zu Stromausfall und Notstrom beantwortet unsere FAQ.