Wer seine Photovoltaikanlage 2006 in Betrieb genommen hat, bekommt seit fast 20 Jahren eine feste Vergütung für jede eingespeiste Kilowattstunde. Am 31. Dezember 2026 ist damit Schluss. Die Anlage darf weiterlaufen, aber die Rechnung ändert sich grundlegend. Hier erfährst Du, was ab 2027 gilt und welche Möglichkeiten Du hast.
Warum die Vergütung Ende 2026 endet
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zahlt die Vergütung für 20 Jahre und zusätzlich für den Rest des Jahres, in dem die Anlage in Betrieb gegangen ist. Für alle Anlagen aus 2006 endet sie deshalb am 31.12.2026, egal ob die Anlage im Januar oder im Dezember ans Netz ging.
Zur Einordnung: Eine Dachanlage bis 30 kW mit Inbetriebnahme 2006 bekommt bis dahin 51,80 Cent je eingespeister Kilowattstunde.
Was ab 2027 gilt
Ausgeförderte Anlagen dürfen weiter einspeisen. Der Netzbetreiber nimmt den Strom ab und zahlt dafür den Jahresmarktwert Solar, abzüglich einer kleinen Pauschale für die Vermarktung. Diese Anschlussregelung gilt nach heutigem Stand bis Ende 2032.
Der Marktwert liegt bei wenigen Cent je Kilowattstunde. Das ist nur noch ein Bruchteil dessen, was Deine Anlage heute bekommt.
Selbst nutzen schlägt einspeisen
Mit dem Ende der Vergütung dreht sich die Rechnung. Jede Kilowattstunde, die Du selbst verbrauchst, ersetzt Strom, den Du sonst beim Versorger kaufst. Der kostet ein Vielfaches des Marktwerts. Es lohnt sich also, möglichst viel Sonnenstrom im eigenen Haus zu nutzen: tagsüber direkt und abends aus einem Speicher.
Viele Anlagen aus dieser Zeit speisen bisher ihren gesamten Strom ein. Für den Eigenverbrauch wird die Anlage so angeschlossen, dass der Strom zuerst im Haus ankommt, und der Zähler wird umgestellt, meist auf einen Zweirichtungszähler. Den Zählerwechsel beantragst Du bei Deinem Netzbetreiber, wir unterstützen Dich dabei.
Der Wechselrichter ist oft ohnehin fällig
Nach rund 20 Jahren steht bei vielen Anlagen der Tausch des Wechselrichters an. Das ist der richtige Moment für einen Hybrid-Wechselrichter mit Batteriespeicher. Das ESY HM10 vereint beides in einem Gerät: Es wandelt den Solarstrom um und speichert Überschüsse für den Abend. Die Speichergröße wählst Du passend zu Deinem Verbrauch, von 10 bis 90 kWh.
Passen Deine Module noch?
Module aus 2006 liefern oft noch zuverlässig Strom. Sie haben aber andere Spannungen und Leistungen als heutige Module. Bevor Du einen neuen Wechselrichter oder Speicher kaufst, prüfen wir, ob Deine vorhandenen Module zum neuen System passen. Schick uns dafür ein Foto vom Typenschild eines Moduls.
So gehst Du vor
- Prüfe das Jahr der Inbetriebnahme, zum Beispiel in der Abrechnung Deines Netzbetreibers.
- Nimm Deine letzte Stromrechnung zur Hand, damit Du Deinen Jahresverbrauch kennst.
- Rechne im Speicher-Rechner aus, was ein Speicher bei Dir bringt.
- Schick uns ein Foto vom Typenschild eines Moduls. Wir prüfen Module und Wechselrichter.
- Plane den Umbau so, dass er zum Jahreswechsel steht.
Rechne es aus
Im Speicher-Rechner siehst Du in wenigen Minuten, was ein Speicher bei Deiner Anlage bringt.
Fragen zu Deiner Anlage? Schreib uns auf WhatsApp oder ruf uns an unter +49 2862 9892680.
Stand: 4. Oktober 2026. Quellen: SFV, Vergütungssätze nach EEG 2004, Finanztip, Einspeisevergütung, ennergy, Einspeisevergütung nach 20 Jahren. Alle Angaben ohne Gewähr.